Habt keine Angst ...


Kein anderes Gefühl gehört so grundlegend zur menschlichen Existenz wie die Angst. Sie hilft uns, Gefahren zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie mahnt uns zu Vorsicht und erhöhter Aufmerksamkeit. Sobald Ängste jedoch den Alltag lähmen, psychische Beschwerden und soziale Isolierung auslösen, ist es Zeit gegen die Angst anzugehen.

Foto: K.U.Schroeter, Borgentreich

"Und wenn du morgen dann wieder allein bist
in einem Alltag voll Ratlosigkeit,
wenn das Singen und Lachen verstummt ist,
überlagert von Ärger und Streit.
In die lähmende Angst vor der Zukunft,
in das Erschrecken vor Krankheit und Leid,
klingt seit Ostern das Lied eines Siegers:
Keine Angst, ich bin da, jederzeit.


Hab keine Angst und fürchte dich nicht,
denn die Herrschaft des Bösen zerbricht.
An der Liebe, die selbst noch den Tod überlebt.
Ich bin da, darum fürchte dich nicht.


Und wenn du morgen wieder zweifelst,
ob es wahr ist, dass Jesus Christus hier unter uns lebt,
gibt es Menschen, durch die er dir nah ist,
alle Lieblosigkeiten vergibt.
Durch einen Türspalt dringt Licht aus dem Festsaal.
In unser Zimmer der Diesseitigkeit.
Und bevor sich dies Tor für dich öffnet,
klingt von drüben ein Lied in die Zeit."


Andreas Malessa

Foto: K.U.Schroeter, Wittenberg

Ursachen der Angst


  1. Erkrankungen am Herzen, der Atemwege, des Nervensystems
  2. Medikamente, Alkohol und Drogen
  3. Psychische Ursachen wie Stress, Depressionen, Zwänge
  4. Nervorsität, innere Unruhe
  5. Angststörung


     Der Ausweg heißt: Therapie! 

     Ein Psychotherapeut und gegebenenfalls ein Psychiater können

     die zugrundeliegende Störung behandeln. 

Foto: K.U.Schroeter, Wittenberg

In der Welt habt ihr Angst


... aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. So analysierte Jesus vor 2000 Jahren nüchtern. Die Bibel kennt keine rosarote Optimistenbrille, keine Jenseitsvertröstung und keine Trostpflästerchen. Hier wird die Realität beim Namen genannt.

Aber es gibt nur eine Alternative: Entweder ich werde mit der Angst fertig – oder die Angst macht mich fertig. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht. Angst kann man nicht verdrängen, nicht überspielen, nicht vergessen. Man kann sie nur überwinden. Überwinden durch den, der die Urangst dieser Welt überwunden hat: Jesus Christus. „Seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Jo 16,33) sagte er.

Dieser Trost bedeutet keine Garantie für ein angstfreies Leben. Dieser Trost bedeutet: Gottes Gegenwart mitten in der Angst. Dass er uns nicht allein lässt. Dass er uns nicht in Angst versinken lässt, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht. „Seit getrost, fürchtet euch nicht. Seht da ist euer Gott“, so lautet ein Wort des Propheten Jesaja (Jes. 35,4)