Christliche Seelsorge


Seelsorge ist Sorge für die Seele.

Die Seele ist das unsterbliche Bewusstsein des Menschen.

Lebendiger Glaube verbindet mit dem Geist Jesu Christi und führt in ein unvergängliches Leben in Gemeinschaft mit Gott und Menschen.


Kai-Uwe Schroeter, "deus to go"

Pastor Kai-Uwe Schroeter

Viele trauern in diesen Tagen um Menschen, die mit Corona verstorben sind. Kontaktbeschränkungen haben das Sterben für alte Menschen noch schwerer gemacht. Isolation und Einsamkeit greifen immer mehr um sich. Berufseinschränkungen bereiten vielen Menschen Existenzängste.

Unsere Seelenlage

ist durch Corona angespannt und belastet.

Corona wirkt wie ein Brennglas: Sorgen werden wie in einer Betrachtung durch eine Lupe noch einmal größer. Das Virus quält auch die Seele. Depressionen, Ängste, Suizidgedanken - und ganz besonders die Einsamkeit. Unsere Seele braucht in diesen Tagen Halt, Hoffnung und einen festen Anker. Ein solcher Anker ist der Glaube an Gott, denn er hat seinen Halt außerhalb des eigenen Lebens. Wir werden von unsichtbaren Mächten begleitet - dieser Glaube tut der Seele gut.

Seelsorge ist ein Gespräch zwischen Menschen. Es braucht Nähe. In Zeiten von Corona fehlt die Nähe oft.

Die Seele ist aber auch ein Ort der unsichtbaren Kommunikation. Unser Geist weiß sich verbunden - mit dem Geist Jesu Christi, mit umsorgenden Engeln und dem allumfassenden Bewusstsein Gottes. Unsere Verbindung mit der unsichtbaren Welt geschieht durch das Gebet, der lautlosen, aber unüberhörbaren Stimme unserer Seele.

Gebet

Eine Anleitung zum freien Gebet zu Jesus von Bischof Antonius Maria Claret, Kuba

Claret, Erzbischof von Kuba, gibt ein paar Anregungen zum Gebet, in der Form, dass er Jesus sprechen lässt:


Sprich mit mir, wie mit deinem engsten Freund.


Musst du mich für jemand bitten?

Nenne mir seinen Namen. Was kann ich jetzt für ihn tun? Sprich einfach zu mir aufrichtig, berichte mir, von dem Kranken, den du trösten willst, von dem Freund, der Dinge tut, die du nicht gut findest …


Brauchst du für dich etwas?

Sag mir offen, dass du gar nicht so cool bist, sondern dass du Hilfe bei vielen Sachen brauchst. Zögere nicht, viel für dich zu bitten, für deine Gesundheit, deine Schule, deine Arbeit.

Was brauchst du gerade heute?

Was kann ich für dich tun?

Hast du einen Plan?

Erzähle ihn mir. Was beschäftigt dich? Was hast du heute vor? Oder bald? Was kann ich dabei tun.

Was willst du für mich tun? Was wünscht du dir? 


Fühlst du dich vielleicht traurig oder schlecht gestimmt?

Erzähl mir in allen Einzelheiten, was dich traurig macht. Wer hat dich verletzt? Wer hat dich verachtet? Hast du vielleicht Angst? Ich bin an deiner Seite. Spürst du Abneigung bei Menschen, die dich vorher gern mochten?


Hast du mir vielleicht eine Freude mitzuteilen?

Warum lässt du mich so selten daran teilnehmen? Das ist alles mein Werk. Sage einfach: Danke Jesus!


Willst du mir nichts versprechen?

Ich lese in der Tiefe deines Herzens. Menschen kann man leicht täuschen. Gott aber nicht. Sprich also ganz aufrichtig. Was schadet dir und deiner Seele? Was nimmt dir den inneren Frieden? Muss du mit mir etwas in Ordnung bringen?